Keimzeit

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Buchumschlag „Keimzeit“

Be.Bra Verlag, Berlin, 2016 | ISBN 978-3-89809-524-2 | 272 Seiten | Taschenbuch | € 10,- (als E-Book | € 6,99)

„Vor dem Pinkelhäuschen am Moabiter Stephanplatz liegt ein Toter. Es handelt sich um den erfolglosen Foto-Künstler Stephan Klein, der nicht nur mit dem Inhaber der örtlichen Kunstgalerie über Kreuz lag, sondern auch mit den Leuten, die ihn vor einigen Monaten mittels Luxussanierung aus seiner Altbauwohnung vertrieben haben.

Bei den Ermittlungen findet sich Kommissar Hajo Freisal unversehens in einer Schlangengrube aus Kulturschaffenden, Gentrifizierungsgegnern und Bauträgern wieder – und sieht sich bald mit einer bizarren Wendung des Falls konfrontiert.“ (Klappentext)

15 Antworten auf „Keimzeit

  1. Der beim Treppensteigen außer Atem gekommene Freisal verbittet sich jeden Kommentar von Gutzeit: „Keinen Spruch jetzt, bitte – danke!“ (S. 37, Abs. 6)

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  2. Gutzeit spekuliert, was wäre, wenn der homophobe Thobens, ein Verdächtiger, seine einst vom Gericht angeordnete Therapie erfolgreich beendet hätte. Freisal mag keinen Konjunktiv und schnauft unwirsch: „Hätte,hätte… Herrentoilette!“ (S. 33, Abs. 8)

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  3. Freisal klärt Gutzeit über die Schlagzeile der Boulevardpresse „Zur Jagd geblasen“ – in Sachen „Schlitzer-Jens“, der Jagd auf Homosexuelle gemacht hatte – auf: „Yellow Press eben. Spezialisten beim Produzieren von Mehrdeutigkeiten.“ (S. 27, letzter Absatz)

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  4. Freisal erklärt Gutzeit, dass das Pissoir als „Café Achteck“ bereits 1878 aufgestellt wurde. Sie wundert sich, was er alles weiß. Freisal stellt trocken fest: „Kollegin, weil ich so viel weiß, bin ich Ihr Vorgesetzter.“ (S. 27, Abs. 4)

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  5. Freisal beim Disput mit seinem Vorgesetzten Claus über den Unterschied zwischen „Größe“ und „Länge“: „Kann immerhin geschlossene Schranken zu Fuß passieren – ohne mich bücken zu müssen.“ (S. 20, Abs. 6)

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  6. Gutzeit leicht gereizt zu den Männern, die die Leiche abtransportieren wollen: „Sind Sie auf der Flucht, oder was?“ (S. 19, Abs. 7)

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  7. Gutzeit steht am Fundort, dem Pinkelhäuschen. Sie grummelt, dass eine erste gemeinsame Beschau des Opfers mit dem Rechtsmediziner normal sei. Sie sieht ihn aber nicht. Dieser, Prof. Schnidt, steht dann plötzlich hinter ihr und stellt trocken fest: „Was ist heutzutage schon normal?“ (S. 15, Abs. 7)

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  8. Freisal erkennt die Komplexität des Falls und sinniert bedauernd: „Der waschechte Gattenmord ist etwas aus der Mode gekommen.“ (S. 247, Abs. 9)

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  9. Freisal holt sich launigen Rat bei der Polizeispsychologin ob seiner Gereiztheit: „Sich selber nerven ist gratis.“ (S. 227, Abs. 6)

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  10. Freisal hadert mit dem trendbewussten Outfit junger Männer: „Nicht dass dem Seidel vor Stolz ein zweiter Dutt wächst.“ (S. 148, Abs. 6)

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  11. Am Fundort der Leiche stellen Kollegen vom Transportdienst der Gerichtsmedizin fest, dass sie bald Dienstschluss hätten. Freisal erwidert: „Ja, soll ich mir den Leichnam aufs Dach schnallen?“ (S. 29, Abs. 8)

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  12. Freisal berichtet, wie er mal einen jungen Polizeikollegen als Lockvogel eingespannt hatte. Gutzeit fragt, ob das nicht zu gefährlich gewesen sei. Freisal erwidert: „Ich sagte Lockvogel, nicht Lockopfer.“ (S. 28, Abs. 15)

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